Buchempfehlung: «Post-Aufklärungs-Gesellschaft» von Markus Tiedemann
Markus Tiedemann setzt sich in seinem Buch «Post-Aufklärungs-Gesellschaft: Was wir verlieren und was uns bevorsteht» (2023) kritisch mit dem Erbe und der aktuellen Krise der Aufklärung auseinander.
Markus Tiedemann, Professor für Didaktik der Philosophie und Ethik an der TU Dresden, argumentiert, dass die Aufklärung – verstanden als Streben nach Objektivität und intersubjektiver Rechtfertigung – das Beste sei, was die Menschheit hervorgebracht habe. Sie sei jedoch ein elitäres Minderheitenprojekt, dessen Errungenschaften heute durch politische, soziologische und kulturelle Stressfaktoren bedroht seien. Das Buch diagnostiziert das Ende der „zweiten Aufklärungsepoche“ und warnt vor einer Rückkehr zu autoritären Denk- und Lebensmodellen, die durch moderne Technologien und Medien noch verstärkt werden könnten.
Markus Tiedemanns These ist, dass die emanzipierte Lebensform der Moderne unter Druck gerät und wir uns in einer Phase des Übergangs – der „Post-Aufklärungs-Gesellschaft“ – befinden. Er plädiert für einen dankbaren Rückblick auf die Errungenschaften der Aufklärung und eine kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die vor uns liegen.
Hier gehts einer eerweiterten Buchbesprechung mit einem YouTube-Gespräch mit Markus Tiedemann:
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